Heimsieg gegen Aufsteiger Kainbach/Hönigtal

16. Runde OLMW: Fr, 28.03.2025 um 19:00 Uhr: SVG - SV Kainbach 4:3 (2:1)
SVG-Tore: M. Ferk, M. Schuster, D. Katzianschütz, M. Luttenberger / STFV-Bericht
 
Es war ein richtiges Brett, das auf die Kampfmannschaft vor einer Woche in Unterpremstätten einschlug. Die 0:4-Niederlage lag den Zadravec-Mannen schwer im Magen. Es war vor allem die Art und Weise, wie man diese Niederlage kassierte, die einigen Fußball-Aficionados aufstieß. Dementsprechend wollte man eine Reaktion zeigen. Doch die Voraussetzungen waren alles Andere als einfach, denn während der USVG unter Druck stand, holte der Aufsteiger und Viertplatzierte der Oberliga Mitte/West, der USV Kainbach/Hönigtal I vier Punkte in den ersten beiden Rückrunden. Und dann war da auch noch das Hinspiel, das man trotz starker Leistung 2:3 verlor und dabei zwei Elfmeter vernebelte. Als wären die Voraussetzungen nicht schon hart genug, musste Martin Holler wegen seiner fünften gelben Karte passen und das Wetter meinte es auch nicht unbedingt gut mit beiden Mannschaften, denn der an diesem Freitag andauernde Regen machte das Geläuf in der Holzbau Lappi & Lappi Arena extrem tief. Zwei Veränderungen nahm USVG-Coach Jochen Zadravec gegenüber der Schmach vor einer Woche vor: Links hinten begann der junge Jacob Kühner und statt dem gesperrten Martin Holler begann Marko Ferk an vorderster Front. Wird die Antwort auf das Horrorspiel eine Woche zuvor bzw. die Revanche für die Hinspiel-Niederlage gelingen? Die folgenden 95 Minuten sollten einmal mehr für viel Aufregung sorgen.
 
Dem Gastgeber war in den ersten Minuten die Verunsicherung anzusehen. Kainbach/Hönigtal hatte die ersten Minuten fest im Griff und ging früh in Führung. Praktisch mit der ersten erwähnenswerten Chance in Minute dreizehn ist es ein Stellungsfehler in der Gaberdorfer Abwehr, der es Mateo Cosic ermöglicht, über die linke Seite durchzubrechen. In seinen Stangler rutschte Bilal Hamzic, der die Kugel zum 0:1 in die Maschen schob. Zwei Minuten später ist es eine Solo-Aktion von David Katzianschütz, die den Heimischen die erste Möglichkeit beschert. Katzianschütz kann aber im letzten Augenblick noch am Abschluss gehindert werden. Nachdem der Ball aber abgefälscht wurde, musste Kainbach/Hönigtal-Schlussmann Lorenz Feldbaumer erstmals eingreifen. Den größten Sitzer auf den Ausgleich bis zu diesem Zeitpunkt ließ abermals Katzianschütz aus, als dieser ideal von der linken Seite im Strafraum angespielt wurde, der Gabersdorfer Rechtaussen auch sofort abschloss, doch Cosic konnte das Spielgerät noch von der Linie kratzen. Die Gastgeber waren nun besser im Spiel und wollten unbedingt den Ausgleich. Doch zuerst musste USVG-Keeper Andreas Steirer einen gefährlichen Flachschuss ins Torout befördern (25.). In der 28. Minute dann der verdiente Ausgleich aus einer toll herausgespielten Aktion der Heimischen über Jürgen Götz, der David Katzianschütz perfekt in die Tiefe schickte. Katzianschütz mit der schönen Flanke auf Marko Ferk, der sich dafür mit einem Kopfball aus kurzer Distanz bedankte und auf 1:1 stellte. Die Gäste blieben aber weiter lästig und setzten immer wieder Nadelstiche. Vor allem Spielmacher Kevin Masser wurde immer auffälliger. Ein flacher Schuss auf den Gabersdorfer Kasten verfehlte sein Ziel nur knapp. In der 41. Minute drehten die Gastgeber endgültig die Partie und es war ein toller Treffer durch Markus Schuster, der einen Freistoß durch Marco Luttenberger herrlich per Kopf im langen Eck versenkte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kamen die Gäste zu einer letzten Chance vor dem Pausenpfiff, doch ein Schuss wird im letzten Augenblick noch von der Gabersdorfer Verteidigung geblockt. Mit der knappen 2:1-Führung ging es für beide Mannschaften zum Abtrocknen in die Kabinen.
 
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff wird Jan Jammernegg auf der linken Seite freigespielt, sein Stangler ins Strafraum-Zentrum der Gäste wird in der letzten Sekunde von der Gäste-Abwehr ins Torout befördert. Zwei Minuten später ist es Gabersdorf-Goalgetter Marco Luttenberger, der das Leder aus hervorragender Position in den heimischen Abendhimmel jagte. Weitere zwei Minuten später segelte Markus Schuster knapp an einem Luttenberger-Freistoß vorbei. Aus dem Nichts der Ausgleich: Kevin Masser, wer sonst, bekommt knapp vor dem Gabersdorfer Strafraum zu viel Platz und Zeit, um sich den Ball herzurichten, kann abschließen und trifft zum 2:2 in die rechte untere Ecke. Steirer sah bei dieser Aktion nicht unbedingt glücklich aus. Doch dieses Schicksal sollte im Gegenzug auch Feldbaumer ereilen. Katzianschütz mit einem eher ungefährlichen Abschluss, der dem gegnerischen Goalie unter dem Körper durchrutschte. In der 58. Minute schwächte dann Gäste-Kapitän Christoph Glashüttner seine Mannschaft, nachdem dieser Jammernegg niederschubste und dafür die rote Karte kassierte. 62 Minuten waren gespielt, als es Luttenberger ein weiteres Mal mit einem strammen Schuss auf Feldbaumer versuchte, doch der Gäste-Tormann streckte sich, um das Leder zur Ecke zu befördern. Kainbach/Hönigtal blieb aber auch in Unterzahl giftig und so kam es, dass Masser abermals traf. Dieses Mal aus einem direkt getretenen Freistoß. Es sah schon wieder nach einer torreichen Begegnung in der Holzbau Lappi & Lappi-Arena aus. Gabersdorf wollte aber an diesem Abend unbedingt die Revanche und setzte nun nach. Zuerst nagelte Schuster den Ball aus guter Position klar über den Gäste-Kasten, dann war es ein weiterer Schuss von Luttenberger, den Feldbaumer abwehrte, zuletzt landete ein Abschluss von Jacob Kühner direkt in den Händen vom Kainbacher Schlussmann. In der 75. Minute war Feldbaumer aber chancenlos gegen den Geniestreich von Marco Luttenberger, als dieser den Ball unnachahmlich über den Abwehrriegel und eben dem Torhüter in die Gabersdorfer Glückseligkeit lupfte. Die Heimischen hätten nach dem vierten Treffer einige Male nachlegen und die Partie vorentscheiden können, doch Jammernegg und Katzianschütz ließen beste Möglichkeiten liegen. In der 85. Minute die größte Chance der Gäste auf den abermaligen Ausgleich. Der kurz zuvor eingewechselte Benjamin Schweighofer nimmt einen Ball herrlich an, schließt sofort aus kurzer Distanz ab, doch Steirer steht zum Glück richtig und kann das 4:4 verhindern. Dann kamen wieder die Gastgeber dran: einmal rettete Feldbaumer vor Jammernegg, einmal wurde Luttenbergers Abschluss entscheidend geblockt. In der Nachspielzeit kamen die Gäste noch zu zwei Top-Möglichkeiten: in der 91. Minute wird eine harmlos wirkende Flanke immer länger und länger, weshalb sich Steirer noch strecken musste, um den Einschlag zu verhindern, in der 95. Minute schlenzte Nicolaus Scarpatetti die Kugel aus bester Position am Gabersdorfer Kasten vorbei. Es war die letzte Aktion des Spieles, ehe der Referee abpfiff.
 
Somit konnten sich die Zadravec-Mannen revanchieren und setzten eine Antwort auf die letzte Niederlage in Unterpremstätten. Für unsere Kampfmannschaft geht es am kommenden Freitag zum schweren Auswärtstrip nach Mooskirchen. Seid dabei und unterstützt unsere Jungs.